Ernährung darf uns nicht Wurst sein

Egal ob es das Mittagessen mit der Familie ist, ein Snack zwischendurch oder der Döner nach der Party – Ernährung nimmt einen wichtigen Teil in unserem Alltag ein. Dabei geht es beim Essen aber nicht nur um Appetit oder Hunger, sondern vielmehr um unsere Gesundheit.

Gefährlich wird es dabei immer dann, wenn Essen nicht mehr nur Bestandteil unseres Alltages ist, sondern diesen bestimmt.

In Deutschland leiden ca. 22 % aller 11- bis 17-jährigen an einer Essstörung in Form von Anorexie, Bulimie oder auch Binge-Eating. In diesem Alter besteht eine besondere Gefährdung ein unnormales Verhältnis zum Essen zu entwickeln und vor allem zu behalten. Ernährung als Thema muss ganzheitlich betrachtet werden, es geht nicht um Über- oder Untergewicht, für uns zählt eine entsprechende Aufklärung über gesunde Ernährung und ein gesundes Verhältnis zum Essen von Kindesbeinen an.

Daher fordern wir:

  1. Ernährung soll in die Schulbildung eingebunden werden. Wir wollen dabei eine fächerübergreifende Aufnahme des Themas der ausgewogenen Ernährung und notwendigen Nährstoffe für den Körper. Zudem soll in unteren Jahrgangsstufen ein Hauswirtschaftsunterricht möglich sein, der genau diesen Fokus aufgreift und in diesem Rahmen auch das gesunde Kochen erproben. Wichtig ist uns jedoch, dass dieser Unterricht von ausgewogener Ernährung, ihren Vorteilen und sportlicher Betätigung ausgeht, anstatt lediglich bestimmte Lebensmittel zu „verteufeln“. Weiterhin müssen Essstörungen und ihre Gefahren in den Unterricht aufgenommen und den Schülerinnen und Schülern erklärt werden.
  2. Essstörungen dürfen kein Tabuthema sein. Schulisches und medizinisches Personal, Eltern aber auch Mitschüler müssen lernen was Symptome und Anzeichen von Essstörungen sind und dazu ermutigt werden, bei einem entsprechenden Verhalten Betroffene oder bestimmte Ansprechpartner, wie Lehrer oder Schulpsychologen, auf dieses aufmerksam zu machen.
  3. Weiterbildungsmöglichkeit für Studenten und Berufstätige, die von Universitäten, Hochschulen, Berufsschulen und Arbeitgebern angeboten werden. In Verbindung mit Stress, der aus Lehre, Beruf oder Studium resultiert, entwickeln sich ungesunde oder von Mangel geprägte Ernährungsweisen. Hier sollen entsprechende Möglichkeiten zum Beispiel von Seiten der Krankenkasse, aber auch in Kooperationen mit externen Partner angeboten werden, wie eine Ernährung im stressigen Alltag aussehen kann, die zudem kostensparend ist.
  4. Sport, eine ausgewogene Ernährung und Gesundheit funktionieren am besten zusammen. Deswegen soll in den Kinderabteilungen bzw. den Abteilungen für Jugendliche auch das Thema Ernährung und dessen Verbindung zum Sport angesprochen werden. Dazu gehört auch das Warnen vor exzessiven Sporteinheiten. Weiterhin soll der Sportunterricht an Schulen den Kindern und Jugendlichen vermitteln, wie sie Sport am besten in ihren Alltag integrieren und diesen auf ihre Bedürfnisse ausrichten können.

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