Die Jungen Liberalen stehen für individuelle Freiheit, universelle Bürgerrechte und Gleichheit vor dem Gesetz. Die Stärke der klassischen sechsstreifige Regenbogenflagge von Gilbert Baker (1978) liegt gerade darin, einzelne Gruppen nicht zu benennen, sondern alle Menschen unabhängig von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität gleichermaßen zu repräsentieren. Die Pride-Progress-Flagge dagegen benennt explizit einzelne Identitäten, vermengt sexuelle Selbstbestimmung mit anderen politischen Debatten und ersetzt Universalismus durch Identitätspolitik. Dadurch wird implizit unterstellt, dass einzelne Teile der Community im ursprünglichen, universellen Symbol nicht ausreichend mitgedacht seien. Das schwächt den inklusiven Charakter der Flagge, statt ihn zu stärken, und führt zu einer Fragmentierung statt zu Einheit. Liberale brauchen kein Symbol, das Menschen in Untergruppen sortiert.
Die Jungen Liberalen München fordern daher:
1. Auf Veranstaltungen und in der Außenkommunikation der Jungen Liberalen wird ausschließlich die klassische sechsstreifige Regenbogenflagge verwendet.
2. Darüber hinausgehende Varianten, insbesondere die Pride-Progress- Flagge, werden nicht als Symbol der Jungen Liberalen genutzt.