München, 30.06.2026 – Mit dem morgigen Inkrafttreten der neuen Mindestpreise für Mietwagen- und Fahrdienstanbieter wie Uber, Bolt oder Free Now verteuern sich Fahrten in München erheblich. Die Jungen Liberalen München kritisieren die Regelung als unnötigen Eingriff in den Wettbewerb und fordern die „Mangokoalition“ auf, den Beschluss umgehend zurückzunehmen.
„Durchschnittlich acht Euro mehr pro Fahrt, nach Angaben von Uber, sind für viele Menschen kein kleiner Aufpreis. Das belastet sowohl den Alltag als auch die Freizeit. Diese künstliche Verteuerung ohne erkennbaren Mehrwert für die Fahrgäste muss sofort beendet werden“, erklärt Leander Spalinger, Co-Vorsitzender der Jungen Liberalen München.
Besonders spürbar seien die Auswirkungen im Münchner Nachtleben. Fahrdienste hätten vielen Menschen aus Stadt und Umland bislang eine flexible und bezahlbare Möglichkeit geboten, auch spätabends oder nachts sicher nach Hause zu kommen. Gerade für Frauen seien sie häufig eine attraktive Alternative, wenn der Heimweg mit dem öffentlichen Nahverkehr als unangenehm oder unsicher empfunden werde. Höhere Preise dürften nicht dazu führen, dass aus Kostengründen auf eine sichere Heimfahrt verzichtet werde.
„Spontane Fahrten nach einem Konzert, einem Clubabend oder spät in der Nacht werden künftig für viele Nutzer spürbar teurer. Das trifft insbesondere junge Menschen. Wer sich beispielsweise die Rückfahrt nach Hause nicht mehr leisten kann, muss auf weniger flexible oder sichere Alternativen ausweichen, oder gleich zuhause bleiben. Das schränkt die soziale Teilhabe massiv ein“, so Johannes Lau, Co-Vorsitzender der Jungen Liberalen München.
Nach Ansicht der JuLis schafft die Preisregulierung weder mehr Fairness noch einen besseren Mobilitätsmarkt. Arbeitsrechtsverstöße müssen kontrolliert und sanktioniert werden. Sie dürfen aber kein pauschales Argument sein, den Wettbewerb zu schwächen, die Wahlfreiheit der Verbraucher einzuschränken und Mobilität zulasten der Fahrgäste zu verteuern. „Die FDP ist jetzt Teil der neuen Münchner Stadtregierung. Nun muss sie zeigen, dass sie für Wettbewerb und Wahlfreiheit nicht nur eintritt, sondern diese Grundsätze auch in Regierungsverantwortung verteidigt. Diese Fehlentscheidung der Vorgängerregierung muss schnellstmöglich korrigiert werden“, ergänzt Spalinger.
Die Jungen Liberalen München fordern die sofortige Rücknahme der Mindestpreise für Mietwagen- und Fahrdienstanbieter sowie den Abbau weiterer regulatorischer Hürden. Dazu zählen insbesondere die Abschaffung der Rückkehrpflicht für Mietwagen und die steuerliche Gleichstellung von Taxi- und Fahrdienstangeboten.