Ladenöffnungszeiten-Demo

Einzelhandel stärken, Ladenschlussgesetze abschaffen

Die Jungen Liberalen setzen sich für flexible Ladenöffnungszeiten ein. Bayern hat zusammen mit dem Saarland das strikteste Ladenschlussgesetz in ganz Deutschland. Aus diesem Grund haben die JuLis München am Sonntag, den 11.03.2018, auf dem Max-Joseph-Platz für die Liberalisierung des Ladenschlussgesetzes demonstriert.
Vor Ort war auch Phil Hackemann, stellvertretender Bundesvorsitzender und Kandidat für den Bundesvorsitz der Jungen Liberalen. Er erklärte bei der Kundgebung: „Geschäfte sollten nicht ausgerechnet dann geschlossen sein müssen, wenn die Bürger Zeit zum Einkaufen haben. Durch die strikten Regeln zum Ladenschluss in Bayern bleibt dazu aber häufig nach der Arbeit keine Zeit mehr und der Kühlschrank muss leer bleiben.“
Und weiter: „Es geht uns auch um faire Wettbewerbsbedingungen: Denn im Gegensatz zum Einzelhandel kennt das Internet keinen Ladenschluss. Wenn die Geschäfte zu haben, bestellen die Leute stattdessen auf Amazon und Co. Das gefährdet den Laden um die Ecke in seiner Existenz und lässt unsere Innenstädte nur weiter aussterben.“
Abschließend erklärt Hackemann: „Ohnehin sind die bereits bestehenden Ausnahmeregelungen inkonsistent: Warum dürfen Restaurants und Tankstellen auch an Sonntagen offen haben, Supermärkte, die ebenfalls Waren für den täglichen Gebrauch anbieten aber nicht? Wir wollen, dass auch der Einzelhandel selbst entscheiden kann, wann er öffnet und schließt.“
Laura Reif, die Stadtvorsitzende der JuLis München ergänzte: „Daran, dass sich Samstagabends lange Schlangen vor den Supermärkten bilden, sieht man doch, dass der Bedarf gegeben ist. Ich war vor einer Woche in Berlin, wo die Geschäfte rund um die Uhr geöffnet sein dürfen. Das brauchen wir auch in München.“
Ebenfalls anwesend war der Staatsminister a.D. Wolfgang Heubisch, der ergänzte: „Ich finde es schlimm abends nach 20 Uhr in München nicht mehr einkaufen zu können. Das ist ein Bürgerrecht, für das wir eintreten. Wenn der Einzelhandel stirbt, dann stirbt er daran, dass Online-Händler rund um die Uhr aufhaben dürfen, aber der Einzelhandel schließen muss. Ich freue mich, dass die JuLis das aufgenommen haben und so intensiv vorantreiben.“
Zum Schluss sprach die Spitzenkandidatin der Jungen Liberalen Oberbayern zur Landtagswahl, Sabrina Böcking, die darauf hinwies: „Wir wollen niemanden zwingen, mehr zu arbeiten. Wer aber freiwillig auch am Sonntag arbeiten will, sollte das auch dürfen. Im Gegenzug muss es aber dann auch mehr freie Tage geben.“
Bei der Aktion haben ca. 30 Junge Liberale aus München teilgenommen. Neben der Kundgebung wurden an Passanten auch Instant Nudeln verteilt, um darauf aufmerksam zu machen, dass man auch am Sonntag die Möglichkeit haben sollte sich Lebensmittel zu besorgen.